SCO meldet Insolvenz an

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Die Prozesswelle gegen Linux hat wohl zu viel gekostet: Unix-Anbieter SCO hat den Gläubigerschutz nach “Chapter 11” beantragt.

Weil ofenbar nicht mehr genügend liquide Mittel für weitere Rechtsstreitigkeiten da sind, hat sich SCO freiwillig unter den Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt, meldet das Unternehmen selbst.

Der Geschäftsbetrieb soll erst einmal weiterlaufen, doch aus finanziellen und rechtlichen Gründen hätte man den Insolvenzantrag sowieso stellen müssen.
Die SCO-Tochter SCO Operations stellte zudem Antrag auf eine Reorganisation im Rahmen des Insolvenzverfahrens – das sei der lngfristig beste Weg, aus der Misere herauszukommen.

Noch hoffen die SCO-Anwälte darauf, dass das Urteil, Novell habe die Rechte an Unix (wir berichteten), nicht rechtskräftig wird. Hat das Urteil Bestand, fallen alle übrigen Klagen von SCO gegen IBM und Co. Ist der Widerspruch erfolgreich, könnte SCO dennoch “seine eigenen Vemögenswerte verteidigen”, erklärt SCO-Chef Darl McBride kämpferisch. Die Linux-Gemeinde höhnt bereits in Diskussionsforen, dass SCO dies nicht schaffen werde. (mk)

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