Neue iPods verweigern sich fremder Software

WorkspaceZubehör

Sie sind kaum eine Woche alt, schon gibt es Ärger wegen der kommenden iPods: Die Player verweigern sich jeglicher Software; es sei denn, sie heißt iTunes.

Es hätte so schön sein können: Die neuen iPod-Touch und iPod nano (wir berichteten) wurden schon mit Vorschusslorbeeren überhäuft, doch nun spürten die Praktiker zweier Weblogs (Boing Boing und iPodMinusiTunes) den Pferdefuß auf: Apple veränderte die Firmware derart, dass die Player nur noch über die aktuelle Original iTunes-Software mit Musik befüllbar seien.

Wer bisher Tools wie Poddox, gtkpod oder Rhythmbox nutzte, um direkt seine MP3s zu überspielen, kann diesen Weg bei den neuen Geräten nicht nutzen. Noch schlimmer erwischt es alle Besitzer des Betriebssystem Linux, für welches es erst gar keine iTunes-Version gibt. Da Apple eine Sperre eingebaut hat, die eine Modifikation des Datenbank-Files nicht mehr zulässt, verlieren alle bisherigen Tools bei den neuen Playern ihre Funktion.

Boing-Boing-Autor Cory Doctorow kritisierte Apples Vorgehen scharf: Man bevormunde die eigenen Kunden. Nur, um wahrscheinlich andere Online-Musikanbieter daran zu hindern, Software zum Befüllen des iPods anzubieten. Es gehe also nicht um Urheberrechte, sondern nur darum, Konkurrenz zum iTunes-Store wie Rhapsody oder Amazon auszubremsen, schimpft Doctorow. (rm)

Bild: Apple

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen