Arcor sperrt versehentlich 3,5 Millionen Webseiten

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Der Provider hat bei einer Sperrungsmaßnahme einiger Pornographieseiten, versehentlich zahlreiche harmlose Internetseiten gesperrt.

Die jüngeste Internetzensur des Providers ging deutlich daneben: Rund 3,5 Millionen Webseiten waren von den Zensurmaßnahmen betroffen. Dabei wollte der Anbieter lediglich 3 Pornographieseiten sperren, weil diese gegen Jugendschutzbestimmungen verstießen. Um sein gewünschtes Ziel zu erreichen sperrte Arcor die IP “64.202.189.170”. Was das Unternehmen jedoch nicht bedachte zu dieser IP gehört nicht nur eine Webseite, sondern gleich 3,5 Millionen weitere sind auf dem gleichen Server abgelegt, dies hat der Spiegel festgestellt.

Domaintools.com listet eine detaillierte Liste von betroffenen Domains auf. Arcor hat diesen Fehler inzwischen bemerkt und die Sperre nun komplett aufgehoben. Auch ist diese Art von Sperrung nicht besonders effektiv, da Seitenanbieter spielend leicht die Server-IP wechseln können und die Zensurmaßnahmen so umgehen können.

Das Unternehmen hat sich bisher noch nicht offiziell zu diesen Problemen geäußert. (mr)

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