Keine Pauschalabgabe auf MP3-Player

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Aus Angst vor der Legalisierung von P2P: Musikindustrie streitet in Kanada gegen die Pauschale.

Hierzulande gibt es seit vielen Jahren eine Pauschalabgabe auf Leerkassetten, CD-Rohlinge, Brenner, Kopierer und andere private Verbreitungstechnik, die einen soliden Anteil am Einkommen der Kreativen hat. Selbst der bescheidene Verfasser dieser Zeilen hat sich in einem früheren Leben als Rockmusiker der Kopiermittel-Ausschüttungen der Gema erfreut. Auch in anderen Ländern kämpft die Autoren- und Komponistenzunft für eine derartige Pauschale. Im schönen Kanada war es nun beinahe soweit, dass die “iPod-Abgabe” eingeführt wurde. Nun wurden gerichtliche Anträge des kanadischen Musiklobbyarms veröffentlicht, die sich strikt gegen eine Einführung solcher Dinge wendet. Unter uns gesagt: das war klar. Von solchen Urheberrechtsabgaben profitieren zum überwiegenden Teil die Urheber, Konsumenten leiten aus solchen Besteuerungen ein Recht auf P2P-Tätigkeit ab (“Ich hab ja fürs kopieren bezahlt”) und Klagen wegen Copyrightverletzung sind sowieso lukrativer, und müssen nicht mit den lästigen Urhebern geteilt werden. [fe]

Slashdot
Michael Geist