Warum Microsoft unfreiwillige Windows-Updates aufspielt

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Nachdem Microsoft heimliches Windows-Updates für XP und Vista aufspielte, auch wenn die automatische Aktualisierung abgeschaltet war, kommen nun kärgliche Erklärungsversuche aus Redmond.

Nachdem zahlreiche Websites und Blogs meldeten, dass Updates für Windows XP und Vista nur im Ereignis-Protokoll zu erkennen waren, die Nutzer vorher aber nicht gefragt wurden, kommt Microsoft wieder einmal in Erklärungsnöte.

Der Software-Konzern hat mittlerweile gestanden, ohne Hinweis ein Update für seine Betriebssysteme übermittelt zu haben. Gefunden haben es die Nutzer in den Protokollen des Windows-Update-Clients, berichtete der US-Fachdienst ‘Windows Secrets’ am Donnerstag Abend.

Microsoft räuspert sich nun möglichst leise: Das heimliche Update habe nur dazu gedient, ein Problem mit dem Windows-Update-Client auszuräumen, denn der habe bestimmte Aktualisierungen gar nicht mehr gemeldet. Deswegen “musste das intern aktualisiert werden”, aber natürlich bleibe es Politik des Hauses, seinen Nutzern die volle Kontrolle über den PC zu überlassen, so der zuständige Manager Nate Clinton. Und jagt noch Worte hinterher, es sei doch in diesem “Spezialfall” unbedingt “nötig gewesen”.

Das allerdings sehen viele Netzwerk-Administratoren nicht so, die auf den reibungslosen Ablauf in ihren Firmennetzen achten müssen. Sie testen meist einige Tage vor dem offiziellen Update das, was dann im gesamten Unternehmensnetz verteilt wird. Grund: Manche gutgemeinten neuen Funktionen können schnell unternehmenskritische Software zum Absturz bringen, weil Microsoft eben nicht auf Kompatibilität mit jedem Programm achten kann -. alles chon passiert, zuletzt beim Vista-Rollout mit SAP-Nutzern.

Brian Livingston von “Windows Secrets” meint, das trojanische Update würde einen weiteren Vertrauensverlust der Unternehmen und Konsumenten kosten. Microsoft hätte zumindest vorher etwas sagen müssen. (mk)

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