SCO ist endlich pleite!

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Sie wähnten sich im Besitz von Unix und wollten sich Linux einverleiben. Microsoft hat sie verstohlen unterstützt, und jetzt fahren sie in die Hölle der Bankrotteure.

Sie haben Schutz vor ihren Gläubigern gesucht, das nennt sich im US-amerikanischen Insolvenzrecht Chapter 11. Es gibt vorübergehenden Schutz vor Vollstreckungen und die theoretische Chance zu einer geschäftlichen Reorganisation. Die meisten Firmen überleben dieses Kapitel ihrer Lebenszeit jedoch nicht, wenn sie es einmal erreicht haben.

SCO hatte für den 30. April 2007 noch Vermögenswerte in Höhe von 19,8 Millionen $ berichtet. Seit dem letzten Gerichtsurteil aber schuldet die gerichtsnotorische Firma allein Novell rund 26 Millionen $.

Die Aktien von SCO schossen um über 50 Prozent weiter abwärts auf zu vernächlässigende 27 Cent. Wer jetzt noch nicht verkauft hat, sollte die Nachrichten ausschalten und in zwei Jahren wieder Kontakt mit seiner Umwelt aufnehmen.

SCO-Boss Darl McBride – wenn man ihn noch so nennen kann -, tönt immer noch wie aus anderen Dimensionen: Das Insolvenzverfahren werde die Aktiva der Firma bewahren, während sie sich „auf die Entwicklung ihrer Zukunftspläne“ fokussiere. Und er träumt immer noch davon, Linux-Anwender aufgrund behaupteter Eigentumsrechte abkassieren zu dürfen, wie er noch vor wenigen Tagen in einem Interview von sich gab.

Es sollte sich mal jemand um ihn kümmern und ihn das Wort P-l-e-i-t-e buchstabieren lassen.

(bk)

Marketwatch

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