Google Street View: Ärger mit kanadischem Datenschutz

Big DataData & StorageNetzwerkePolitikRecht

Sollte der Suchmaschinenbetreiber auch von kanadischen Städten 3D-Ansichten von Straßenzügen anbieten, droht Ärger mit den kanadischen Datenschutzgesetzen.

Googles Street View genannte Nahaufnahmen von Straßenzügen erregten vor wenigen Monaten bereits die Webgemeinde, schließlich wurden allerlei Ahnungslose gezeigt – unter anderem beim Bohren in der Nase, beim Sonnenbaden im Bikini oder beim Besuch eines Pornokinos. In Kanada würde man mit dem neuen Feature gegen Datenschutzgesetze verstoßen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Denn Firmen müssen eine Genehmigung einholen, wenn sie persönliche Daten veröffentlichen – und als solche sind die Bilder in den Google Maps nach Meinung von Kanadas Datenschutzbeauftragter Jennifer Stoddart einzuordnen. Sie hat sich daher mit einem Brief an den Suchmaschinenbetreiber gewandt und erklärt, würde man Street View ohne Anpassungen auf kanadische Städte ausweiten, würde das gegen Datenschutzgesetze verstoßen.

Einen ähnlichen Brief hat Stoddart auch an die kanadische Firma Immersive Media geschrieben, mit der Google bei Street View zusammengearbeitet hat und die auch von kanadischen Städten derartige Aufnahmen angefertigt hat. Beide Briefe sind online auf der Website der Datenschutzbeauftragten veröffentlich worden. (dd)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen