BKA schnappt Phisher-Bande

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Über E-Mails verteilten sie ihre Trojaner, um an Kontenzugangsdaten zu kommen. Noch mehr davon holten sie über fingierte Webseiten. Dann räumten sie die Konten leer.

Die Mails kamen angeblich von ehrbaren Organisationen wie Ebay, der GEZ, der Deutschen Telekom und sogar dem Bundeskriminalamt. Sie dienten aber nur dazu, an das Geld unvorsichtiger Benutzer zu kommen. Tausende fielen darauf herein.

Die digital entwendeten Beträge verschoben sie über andere, vermutlich ebenfalls ahnungslose User, die sich gegen Provision als Mittelsmänner für Überweisungen nach Russland und in die Ukraine einspannen ließen. Von dort ging der Mammon weiter auf Konten, die sie mit falschen Papieren eröffnet hatten. Am Ende dieser Kette von Transaktionen konnten die Täter ihre Beute einfach und unauffällig aus deutschen Geldautomaten ziehen.

Die zehn Russen, Ukrainer und Deutschen sollen einen Schaden von einigen Hunderttausend Euro angerichtet haben. Das BKA brauchte lange 18 Monate, um sie zu kriegen. Sie wurden jetzt endlich hochgenommen – gleichzeitig in Bad Homburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Elmshorn.

(bk)

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