E-Plus will UMTS und HSDPA endlich ausbauen

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Gerade noch hatte E-Plus-Chef Thorsten Dirks Investitionen ins Datennetz abgelehnt. Jetzt rudert er in die andere Richtung – zu spät.

Zum Kurswechsel hat ihn offenbar die Drohung des Mobilfunkbetreibers Blau.de gebracht, mit seinen 600.000 Kunden aus dem Netz von E-Plus auszuwandern, wenn das nicht bald was werde mit einem besseren Netz für die mobilen Datenverbindungen.

Zu spät für E-Plus, um mich als Kunden zu halten. Meine Kündigung liegt seit gestern ausgedruckt auf dem Tisch und geht gleich zur Post. Per Einschreiben mit Rückschein, wie bei Firmen dieser Branche unerlässlich.

Die zwei Jahre meiner „unbegrenzten“ Datenflatrate sind bald um. Ich habe sie nie wirklich unbegrenzt nutzen können. Wenn andere 5 GB als „Flatrate“ anbieten und die auch tatsächlich zu nutzen sind, hat man immer noch mehr in der Tasche.

Tatsächlich brachen größere Downloads überwiegend ab. Versuchte ich es über BitTorrent, ging gar nichts, als wäre das Protokoll blockiert – bei Vodafone hingegen funzt es.

Tests bezeugten für E-Plus die langsamsten Datenverbindungen. Vodafone und T-Mobile ziehen meilenweit davon. Und selbst O2, nicht eben für den besten Service bekannt, bietet die besseren Datenverbindungen – zumindest da, wo es sie gibt. Es gibt zwei Orte, an denen mir eine brauchbare mobile Datenanbindung wichtig ist. Beim ersten bietet O2 HSDPA statt UMTS, beim zweiten UMTS statt GPRS. Das ergibt 2:0 für O2.

E-Plus, setzen und eine Runde drehen.

(bk)

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