Intel-CPU im 100-Dollar-Laptop?

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Der vieldiskutierte Laptop für Entwicklungsländer könnte schon bald auch mit Intel-CPUs laufen. Bisher war nur AMD im Gespräch.

Zurzeit diskutieren die Vertreter des OLPC-Projekts (One Laptop Per Child) noch mit Intel über die mögliche Zusammenarbeit, schreibt das britische Magazin PC Advisor. “Intel ist mehr als willkommen”, sagt Walter Bender, OLPC-Präsident gegenüber dem Blatt.

Die Meldung kommt deshalb überraschend, weil Intel bisher kein Interesse am Projekt von Nicholas Negroponte gezeigt hatte. So hatte Intels Deutschland-Geschäftsführer Hannes Schwaderer noch im Frühjahr heftig gegen den OLPC gewettert und in der Printausgabe der PC Professionell als Flop bezeichnet.

Doch anscheinend haben die Intel-Manager inzwischen ihre Meinung geändert.
Die Ingenieure arbeiten laut PC Advisor offenbar schon an der Entwicklung eines Motherboards für den Billig-Laptop. Das Design könnte möglicherweise auf einer modifizierten Version des Mobilprozessors Pentium M aufbauen.

Geeignet wäre auch der Dual-Core Silverthorne, ein stromsparender Prozessor für Handhelds und UMPCs (Ultra Mobile PC). Der 45nm-Chip wird aber erst 2008 auf den Markt kommen. Die Chips sind so klein, dass 2500 Stück auf einen 300mm-Wafer passen. Das hält die Produktionskosten niedrig.

Trotzdem wird der 100-Dollar-Laptop letztlich mehr kosten. Die erste Version mit AMD-Prozessor kommt auf 175 Dollar.

Der XO-Laptop ist für Kinder in Entwicklungsländern konzipiert und soll von den jeweiligen Regierungen angeschafft und dann verteilt werden.

Mit einem herkömmlichen Notebook lässt sich das Gerät nicht vergleichen. Die Hardware ist vielmehr konsequent auf niedrigen Energieverbrauch, geringes Gewicht, Robustheit und niedrige Produktionskosten getrimmt.

Als Software kommen Linux-basierte Open-Source-Programme zum Einsatz. Darunter Red Hats Fedora Core 6 und die Textverarbeitung Abiword.

Mehr Infos zu dem Projekt finden Sie auf der OLPC-Seite. (mto/mr)

Logo: Intel

( – pcpro.de)

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