Infineon: Notfalls Schulden für Zukäufe

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Der Halbleiterhersteller will weiter einkaufen – und würde dafür auch höhere Schulden in Kauf nehmen.

Die Übernahme des Mobilfunkgeschäfts von LSI soll für Infineon nicht der letzte Zukauf gewesen sein, der defizitäre Halbleiterhersteller plant weitere Akquisitionen. Und diese will man nicht mehr unbedingt mit den Verkäufen von Qimonda-Aktien finanzieren, sondern würde notfalls auch neue Schulden machen. Der FTD sagte Infineon-Vorstandschef Wolfgang Ziebart: “Wir werden auch dann Zukäufe ins Auge fassen, wenn wir nicht in nächster Zeit große Qimonda-Aktienpakete verkaufen. Wenn wir eine sinnvolle Übernahme sehen, können wir jederzeit auch über andere Finanzierungsmöglichkeiten nachdenken. Wir verfügen über ausreichend Kreditlinien.”

Grund dafür ist laut FTD die schwankende Konjunktur bei Speicherchips. So kann Infineon kaum planen, wann man sich von weiteren Qimonda-Aktien trennen könnte. Will man die Aktien nicht unter Wert abstoßen, muss man sich für Übernahmen andere Finanzierungsmöglichkeiten suchen. (dd)

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