US-Justizministerium gegen Netzneutralität

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Telekomkonzerne sollen Extra-Gebühren für bestimmte Inhalte verlangen dürfen.

Danke nach Washington, für eine Haltung, die in naher Zukunft Internetbenutzung für den Konsumenten und Bürger teurer, unzuverlässiger und vor allem von einzelnen kommerziellen Interessen gesteuert machen dürfte. Das US Justice Department empfahl gestern der Netzagentur Federal Communications Commission, die Einführung von Zusatzgebühren zugunsten der T-Konzerne zuzulassen. Multis wie AT&T Inc., Verizon Communications Inc. oder Comcast Corp. versuchen seit langem, die Einführung solcher Zusatzeinnahmen durchzudrücken. Die zuständige Regelungsbehörde war bisher dagegen und vertrat den Standpunkt der Netzneutralität, demnach alle Webseiten für alle Internetbenutzer gleichermassen zugänglich sein müssen. Wenn die Haltung des Justice Department hier den Ausschlag gibt (ich vermute dahinter einen geheimen Fünfjahresplan der Vereinigten Militärisch-Industriellen Sowjetrepubliken von Amerika), sind die Folgen für jedermann nicht absehbar. Ausser, dass rund ums Web alles teurer wird, und die weniger teuren Angebote auch weniger zuverlässig funktionieren. [fe]

Wired