Telekom fordert Schadensersatz von Vivendi

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Im Streit um den polnischen Mobilfunker PTC fordert die Deutsche Telekom nun 3,5 Milliarden Dollar Schadensersatz.

Die Deutsche Telekom und der französische Konzern Vivendi ringen weiter um den polnischen Mobilfunkanbieter PTC. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, hat die Telekom-Tochter T-Mobile nun in einem Brief 3,5 Milliarden Dollar Schadensersatz von Telco gefordert. Das Unternehmen, ein Joint Venture zwischen Vivendi und dem polnischem Mischkonzern Elektrim, soll die Geschäftsentwicklung von PTC behindert haben. Telco weist die Vorwürfe zurück.

Sowohl die Telekom als auch Vivendi (über die Beteiligung an Telco) sehen sich im Besitz einer 48-prozentigen Beteiligung an PTC. Der Streit schwelt schon länger und hat sich laut FTD nicht allzugut auf den Geschäftsbetrieb von PTC ausgewirt – das Unternehmen hat seine Marktführerschaft in Polen eingebüßt. “PTC war der innovative Marktführer, aber während des Streits war es vollkommen unmöglich, eine Entscheidung zu treffen. Unterdessen sind Orange und Polkomtel vorbeigezogen”, zitiert das Blatt den Analysten Michal Marczak von der BRE Bank. Es sei jedoch schwierig zu sagen, wer wieviel Schuld trage. (dd)

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