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Geld sparen mit Linux-Thin-Clients
Terminal Server für Linux

Mit einem zentralen Terminalserver sparen Sie Ressourcen wie Zeit und Geld. Aber auch Argumente wie Sicherheit sollten bei der Planung eine Rolle spielen. Der folgende Beitrag zeigt, wie Sie mit Hilfe des “Linux Terminal Server Project” (LTSP) eine solche Umgebung erstellen.

von Vicky Guerrero-Wittmann 0

Thin Clients am Linux-Server

Geld sparen mit Linux-Thin-Clients

Das Betriebssystem Linux eignet sich besonders gut für den Einsatz als Terminal Server. Die so genannten Clients (einfache PC-Systeme oder Thin-Clients) greifen über das Netzwerk auf den Terminal Server zu und stellen eine grafische (und akustische) Konsole zum Terminal Server da. Alle Operationen, wie beispielsweise das Bearbeiten eines Office-Dokuments oder das Surfen im Internet, werden direkt auf dem Terminal Server ausgeführt – in Bezug auf Systemressourcen wie Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Massenspeicherplatz.

(Linux Thin clients bringen nicht nur Spaß für Technikfreaks, sondern sparen auch bares Geld für Unternehmen. Bild: Uni Bayreuth)

Der Client selbst stellt die Geschehnisse lediglich für den Anwender dar. Seine Ressourcen können minimalistisch gewählt werden: Ein System mit 400-MHz-Prozessor (Pentium-II-Klasse), 128 MByte Arbeitsspeicher und einfacher Grafikkarte reicht im Regelfall vollkommen für klassische Office-Anwendungen aus. Massenspeicher wie CD-ROM oder Festplatte sind nicht erforderlich, da der komplette Bootvorgang über das lokale Netzwerk per PXE erfolgt (mehr zum PXE-Server hier ).

(Mit Hilfe des Linux Terminal Server Project verwandeln Sie ein leistungsstarkes System in einen zentralen Terminal Server.)

Im Vergleich zur klassischen Arbeitsumgebung, die aus einem zentralen Datei- und Druckerserver besteht, bietet der Terminal Server eine Reihe von konzeptionellen Vorteilen. Der erste:

Software-Sicherheit: Um ein PC-System sicher zu machen, muss der neueste Stand der Software (Betriebssystem und Anwendungen) gewährleistet sein. In Unternehmen mittlerer Größe oft keine leichte Aufgabe für die Systemadministration: Bei 50 Arbeitsplätzen und einem angenommenen Zeitaufwand von 20 Minuten pro System muss die Systemadministration sich den Updates für knapp 17 Stunden widmen – ohne den Weg von PC zu PC, der so genannten “Turnschuhadministration”, einzurechnen. Legt man einen virtuellen Stundensatz von 30 Euro zu Grunde, kostet jede dieser Update Aktionen das Unternehmen rund 500 Euro. Im Gegensatz hierzu steht der Terminal Server: Anstatt jeden einzelnen Arbeitsplatz auf den neuesten Stand der Software anzuheben, müssen lediglich alle Terminal Server auf den neuen Stand gebracht werden. Der Zeitaufwand sinkt beachtlich.

Hinweis: Es gibt durchaus zentrale Management Tools, die den aktuellen Versionsstand der PC-Arbeitsplätze überwachen. Allerdings ist deren Einsatz häufig nur für Großunternehmen interessant, bei kleineren Firmen sch9eßt man hier mit Kanonen auf Spatzen.

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