Palm killt Foleo – es soll nur ein Linux geben

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Es sollte ein „Smartphone-Begleiter“ in der äußeren Form eines Sub-Notebooks sein und wurde mit großem Wirbel angekündigt. Palm-Boss Ed Colligan zog jetzt die Reißleine – unmittelbar vor der Markteinführung.

Das Gerät hätte allerdings mit 600 $ etwa so viel wie günstige Notebooks gekostet und hätte damit kaum Marktchancen gehabt. In seinem Firmenblog gab er jetzt zu, das „kurz vor der Auslieferung stehende“ Gerät sei doch nicht so optimal. Es komme daher jetzt nicht. Na gut, vielleicht komme es später doch mal.

Seine originelle Begründung lautete, man wolle und könne sich nicht leisten, zwei Linux-Plattformen zugleich zu unterstützen. Denn Foleo basierte auf einer anderen Linux-Plattform als die lang erwartete Linux-Plattform, die Palms Smartphones und Handhelds in Zukunft beflügeln soll.

Dass ihm das nicht schon früher eingefallen ist, kostet seine Firma die Kleinigkeit von 10 Millionen $.

Abgesehen von dieser Geschichte und der vermutlich vorgeschobenen Begründung, darf man sich wirklich fragen, warum sich die Handy-Branche nicht endlich auf eine Linix-Plattform mit dem gleichen Kernel / Benutzeroberfläche einigt. Sie könnten sich dann mit darauf aufsetzenden Features und Innovationen voneinander abheben und miteinander konkurrieren. Statt die unabhängigen Software-Entwickler mit vier verschiedenen Entwicklungsumgebungen zu nerven.

(von Fernando Cassia/bk)

Inquirer UK

Inquirer: Foleo entfaltet sich

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