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Linux auf dem Business-Desktop
Open Source im Unternehmen
Absolut unbrauchbar?
Linux auf dem Business-Desktop
Dirk Hohndel, langjähriger Technikchef bei Suse und jetzt Intels oberster Open- Source-Stratege, fuhr Desktop-Optimisten auf der letzten Linuxworld im vergangenen November gehörig in die Parade. »Linux auf dem Desktop ist weit davon entfernt, den Anforderungen der Benutzer gerecht zu werden«, sagte er. Es sei »absolut unbrauchbar «, wo Microsoft-Office-Dokumente verarbeitet werden müssen. Unproblematisch sind Linux-Desktops da, wo es nur um Dateneingabe geht, wo also im Prinzip wie zu Mainframe-Terminal- Zeiten Eingabefelder gefüllt werden. Das ist beispielsweise bei vielen Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung oder bei Banken, Versicherungen und im Handel der Fall. Analysten warnen vor allem vor den Migrationskosten: »Für die meisten Unternehmen sind die Kosten einer Migration weg von Windows einfach zu hoch, und sie fallen mehr ins Gewicht als die Vorteile, die Firmen mit Linux zu erzielen hoffen«, erklärt ein Gartner-Analyst. Eine ganze Palette von Nachteilen, so die Meinung der Analysten, würden die Migrationskosten in die Höhe treiben und die Ausbreitung von Linux-Desktops verhindern. Doch nicht alle teilen den Pessimismus von Hohndel oder Gartner. So stellten die Marktforscher von Techconsult mit 3,4 Prozent zwar nur einen geringen Anteil von Linux- Desktops in Deutschlands Unternehmen fest. Doch der Anteil soll in Zukunft kräftig steigen, IDC-Forscher erwarten ein Jahreswachstum von 44 Prozent. Und einige mittelständische Firmen wie der Pfannenhersteller Berndes oder der Geschenkeartikelversender Tröber haben Linux-Anwendungen auf dem Desktop schon jahrelang im Einsatz.






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