Network Magic
Netzwerk-Hilfe mit Macken

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Netzwerk-Verwaltung mit Network Magic 4.1: Die gute Idee, Heimnetzwerker oder Kleinunternehmer von Profi-Administrationaufgaben zu entlasten, hinterlässt im Test noch einen unausgereiften Eindruck.

Beschränkter Heimnetz-Administrator

Network Magic

Dank WLAN, fallender Hardware-Preise und der Vermischung von Heim-Multimedia und PC-Technik sind kleine Heimnetzwerke eher die Regel als die Ausnahme. Der Privatnutzer wird so automatisch zum Netzwerk-Administrator und muss sich mit dessen Problemen herumschlagen. Dateien und Drucker freigeben, Benutzer verwalten, alle PCs absichern und gleichzeitig das WLAN abdichten; für viele Heimanwender eine fast unüberwindbare Hürde. Auch Kleinunternehmer, die sich aus Kostengründen für die Technik entscheiden, finden nicht die Zeit und das Gels, sich zu kümmern.

Network Magic will Zeit und Nerven durch viele kleine Netzwerk-Helfer sparen, macht im Test aber einen unausgereiften Eindruck.

Zuerst baut Network Magic eigene Hürden auf -. die erste taucht bereits bei der Installation auf. Im Test klappt die Einrichtung nur unter Windows XP problemlos, mit Vista macht der verwendete Netzwerktreiber Probleme, den das Programm für die Geräte-Erkennung nutzt. Vista-Nutzer bekommen mit der getesteten deutschen Version nur eine irreführende Fehlermeldung zu sehen – die etwas aktuellere englische Version 4.2 hat zumindest diese Probleme nicht.


(Unvollständige Karte: Die Netzwerk-Übersicht hat Probleme mit Vista-PCs im Netzwerk.)

An der Bedienung gibt es nicht viel auszusetzen: Hilfe finden auch Einsteiger an allen Ecken und Enden. Wird es anspruchsvoller, springt meist ein Wizard ein und führt den Nutzer durch die Konfiguration. Die wichtigsten Programmfunktionen sind leicht zu erfassen. Ordner freigeben klappt zwar mit nur drei Mausklicks, Network Magic ist aber offenbar an Benutzerverwaltung nicht interessiert und richtet für alle User immer Vollzugriff ein – das ist auch innerhalb der Familie oder Wohngemeinschaft nicht immer erwünscht. Einen gemeinsamen Drucker zu konfigurieren funktioniert in zwei Minuten schnell und problemlos.

Obwohl Network Magic den DSL-Router erkennt und die Login-Daten akzeptiert, funktioniert die Anpassung des WLAN-Schutzes nicht über Network Magic. Die Fehlermeldung »Sie haben die Wireless-Funktion nicht aktiviert« erweist sich im Test reproduzierbar als falsch, schließlich gehen die Test-Rechner über den WLAN-Router ins Internet. Kleine Kinderkrankheiten nerven außerdem im Test: So stimmt die Netzwerk-Übersicht in keinem Fall mit der tatsächlichen Struktur überein, Rechner und Geräte sind manchmal zu sehen, dann wieder nicht. Virtuelle Maschinen mit eigener IP-Adresse, etwa eine Vista-Testinstallation mit Virtualbox, bringen das Tool zusätzlich aus dem Tritt. Gut gelöst: Für jeden Netz-PC zeigt Network Magic übersichtlich Warnmeldungen an, falls etwa der Virenscanner fehlt.

(Warnung: Fehlenden Virenschutz teilt Network Magic unabhängig vom Sicherheitscenter mit)


Testergebnis

Network Magic

Network Magic

Hersteller: Pure Networks
Internet:
www.networkmagic.eu
Preis:
29 Euro (3 PCs), 39 Euro (5 PCs), 48 Euro (8 PCs)

Note befriedigend
Leistung (40%): ausreichend
Ausstattung (30%): befriedigend
Bedienung (30%): gut

Das ist neu

– Netzwerk-Übersicht
– Wizard für Datei- und Drucker-Freigaben
– Sicherheitswarnungen für Netzwerk-PCs

Systemvoraussetzungen
Betriebssysteme: Windows 2000/XP/Vista
Prozessor: Pentium III/800 MHz
Arbeitsspeicher: 256 MByte

Fazit
Network Magic wirkt wenig ausgereift, ist nicht ganz Vista-kompatibel und für die gebotene Leistung einfach zu teuer. Windows Bordmittel wie shrpubw und das Kommandozeilen-Tool net share oder fsmgmt.msc reichen aus.