IT-Projekte hinterfragt
In der Hausnummer geirrt

IT-ManagementIT-ProjekteKarriereNetzwerk-ManagementNetzwerke

Daniel Hinderink vom IT-Dienstleister dpool wundert sich, wie wenig Auftraggeber von IT-Projekten oft über das wissen, was sie eigentlich wollen. Das Mitdenken muss oft der Dienstleister übernehmen.

IT-Projekte hinterfragt

Immer wieder mal fragen uns Interessenten was denn “sowas” kostet. Sie könnten auch fragen wie lang ein Stück Schnur ist. Damit verknüpft scheint die Erwartung, anhand der Hausnummer Orientierung zu finden. Wahrscheinlich, ob man denn noch dort ankommen könne – oder wolle.

Die Wahrheit ist: Das Ergebnis ist das Gegenteil. In den meisten Fällen wird diese Frage von Interessenten gestellt, die dazu so gut wie keine Information zum Projekt liefern. Wir antworten wahrheitsgemäß, dass wir es nicht wissen. Der potentielle Kunde hat in der Folge keine kostenfreie Beratung erhalten und ist so gescheit wie zuvor.

Eine ganz andere Sache ist es, im bestehenden Projekt für Teiländerungen nach Hausnummern zu fragen oder gefragt zu werden. Man kennt sich und das Projekt inzwischen und wird in vielen Fällen eine Einschätzung abgeben können. Vor allem aber hat man das Vertrauen gewonnen, dass der Kunde im Fall eines Missverständnisses oder einer Fehleinschätzung keinen Strick daraus drehen wird und der Anbieter die Möglichkeiten des Kunden berücksichtigen wird.

Womit wir wieder am Anfang wären: ohne gemeinsame Basis gibt es keine realistischen Einschätzungen, weil sie nicht möglich sind, oder weil sie nicht gewagt werden können. Sonst ist die Hausnummer entweder eine Sicherheitsvorkehrung oder eine Falle.

Daniel Hinderink, dpool

IT Frontal
ist das Weblog der IT-Insider und ein “Ableger” von IT im Unternehmen. Hier berichten IT-Profis aus ihrem Alltag. “IT im Unternehmen” veröffentlicht von Zeit zu Zeit ausgewählte Blogbeiträge im Web.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen