Desktop-Supercomputer kostet weniger als 100 $ je Gflop/s

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Er passt noch gut auf einen Desktop, bringt aber die doppelte Rechenleistung des IBM-Systems Deep Blue, das den Schachweltmeister Gary Kasparov zu schlagen vermochte.

Für nur 2470 $ bauten ihn der Student Tim Brom und Informatik-Professor Joel Adams vom Calvin College in Michigan. Es ist ein Beowulf-Cluster-Computer, und sie nannten ihn Microwulf.

Microwulf läuft mit einer gemessenen Geschwindigkeit von 26,25 Gflop/s oder 2,625 Millionen Fließpunktberechnungen mit doppelter Genauigkeit. Unter voller Belastung benötigt er 450 Watt, was einem Energie-Leistungs-Verhältnis von 17,14 Watt je Gflop/s entspricht. Die Energieeffizienz ist damit fast doppelt so gut wie bei den am wenigstens stromhungrigen Supercomputern von größeren Ausmaßen.

Drin stecken unter anderem vier Netzteile mit je 325 Watt, vier Mainboards von MSI, vier Dual-Core-Prozessoren AMD Athlon 64 X2 3800 + für AM2-Slots, 8 GB RAM DDR2-667, eine SATA-Festplatte von Seagate – und nicht zuletzt vier Gehäusekühler Zalman ZM-F3 mit einem Durchmesser von 120 mm.

Mit einer Größe von 27,5 x 30 x 42,5 cm ist die Rennkiste kompakt genug für den Schreibtisch und lässt sich sogar in einer Reisetasche verstauen. Das ist praktisch, weil Professor Adams Microwulf in Schulen vorführen will, um den Nachwuchs für die Informatik zu begeistern.

(von Egan Orion/bk)

Inquirer UK

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