Microsoft-Partner wollen keine Lizenz-Polizei sein

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Die byzantinischen Strukturen von Microsofts Software-Lizenzierung umzusetzen, erweist sich als immer schwieriger. Und Microsoft drängt seine eigenen Geschäftspartner in die Rolle von Hilfspolizisten.

Wie CMP Channel berichtet, erwartet Microsoft mitunter von seinen Partnern, dass sie als Fußsoldaten in der laufenden Kampagne gegen “unbeabsichtigte Software-Piraterie” agieren. Das heißt konkret, dass sie die von ihnen betreuten Firmen bei den Borg verpfeifen sollen.

Das aber wollen sie nicht, um nicht das Vertrauen der von ihnen betreuten Kunden zu verlieren. Microsoft solle diese schmutzige Arbeit selbst machen, sagen sie.

Etwas feiner umschreibt Scott Braden das Problem, ein Microsoft-Analyst bei Miro Consulting: “Microsofts Lizenzierung ist absolut trickreich und berühmt-berüchtigt für ihre Komplexität. Deshalb passiert es den Benutzern nur zu leicht, dass sie die Bedingungen verletzen.”

Microsoft verlangt von seinen Geschäftspartnern nicht explizit, für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen zu sorgen. Die Solution-Provider berichten jedoch von Fällen, in denen sie von Microsoft unter Druck gesetzt wurden, die Software-Lizenzen verletzende Firmen zu melden.

(von Nick Farrell/bk)

Inquirer UK

CMP Channel