Nokia emuliert Iphone und Itunes

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Bei einer Pressekonferenz in London führten die Finnen ihre Smartphone-Oberfläche der nächsten Generation vor. Sie heißt Experience Suite und könnte bei Iphone-Besitzern ein Gefühl von Déjà-vu aufkommen lassen.

Das UI reizt nämlich den Touchscreen aus, um das Abspielen von Videoclips zu beeinflussen – für viele das beeindruckendste Feature am Iphone.

Die Navigation erfolgt über ein weiterentwickeltes Cursor-Pad. Es ähnelt dem zentralen Navkey des N95, ist aber weit größer.

Ein Daumendruck genügt, um zwischen verschiedenen Anwendungen zu wechseln. Man findet die gewünschte Anwendung, indem man durch panes – Scheiben – blättert. Zum Glück haben sie nicht von Windows geredet.

Tasten braucht die neue Benutzeroberfläche nicht mehr. Sie wird dennoch auf Slider-Phones eingesetzt werden, damit sich Texte leichter eingeben und versenden lassen.

Das neue UI wird seinen ersten Auftritt vermutlich mit dem Nokia N81 haben sowie mit einer verbesserten Version des N95 – dem N95 8 GB. Beide sollten im vierten Quartal 2007 verfügbar werden.

Nokia verriet zugleich, dass die für die N-Gage-Handys entwickelte Gaming-Technik in zukünftigen Mobiltelefonen integriert sein wird. Und sie werden auf den neuen Musikshop zugreifen können, den Nokia ebenfalls heute ankündigte.

Nokias Musikladen wird im direkten Wettbewerb zu Apples Itunes-Shop stehen. Doch anders als Apple soll er völlig offen sein. Nokia rühmt sich der Unterstützung der großen Vier und auch der unabhängigen Labels.

Ein PC-Client soll den Benutzern dabei behilflich sein, CDs direkt auf ihre Handys zu rippen.

Nokia greift Apple frontal an – das gilt für die Benutzerschnittstelle ebenso wie für Musik-Angebote über das Internet.

(von Tony Dennis/bk)

Inquirer UK