South Park geht online

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Die Show bekommt 2008 eine Online-Variante. Und die Schöpfer bekommen ein paar von ihren Rechten zurück.

“Wenn ich in Übersee bin”, lamentierte Matt Stone, einer der Schöpfer von South Park, “und muss mir jetzt unbedingt eine Episode ansehen, dann geht das nur über eine illegale Download-Site.”

Richtig erkannt, aber das wird wahrscheinlich auch in Zukunft so bleiben. Denn es ist nicht damit zu rechnen, dass Episoden von außerhalb der USA abgerufen werden können. Die TV-Verwerter denken noch immer in nationalen Grenzen. Selbst die käuflichen TV-Serien bei Itunes einschließlich South Park sind nur für Zuschauer innerhalb der USA zugänglich. Die South-Park-Site wiederum soll durch Werbung finanziert werden, und die Werber interessiert Traffic von außerhalb der Landesgrenzen wenig.

Zu erwarten sind bei SouthParkStudios.com neue Clips, Highlights, Kurzfassungen, Spiele, Downloads für Mobiltelefone und mehr. Von der Online-Werbung bekommen Trey Parker und Stone, die sich South Park ausdachten, immerhin die Hälfte ab. Das wiederum ist schon fast sensationell und zumindest prozentual wesentlich mehr als die Brosamen, die sonst abfallen.

Gleichzeitig wurde vereinbart, South Park um weitere drei TV-Jahre bis ins Jahr 2011 zu verlängern. Matt Stone freut sich aber vor allem darüber, dass er und Parker durch die neuen Verträge wieder ein Stück von ihrem Lebenswerk besitzen:

“Das ist eine verblüffende Erfahrung, dass wir ein kleines Stück davon zurück bekommen – und in fünf Jahren werden wir vermutlich vor Gericht gehen und darum kämpfen – aber was die Urheberrechte angeht, ist das schon eine erstaunliche Geschichte. Die Leute fragen uns immer: ‘Ihr habt doch sicher die Rechte? Nein? Warum habt ihr so einen Vertrag unterschrieben?’ Und ich kann dazu immer nur sagen: ‘Weil ich auf der Couch eines Freundes schlafen musste.’”

(bk)

Inquirer UK

New York Times