In-Sourcing: Inder schaffen Jobs in den USA

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Wipro will in Atlanta in den nächsten drei Jahren für 500 bis 1000 neue Arbeitsplätze sorgen. Weitere indische Firmen sind auf dem Sprung.

Software-Entwickler und Techniker werden gesucht. Also genau die Sorte Jobs, die massenhaft in Länder wie Indien ausgelagert wurden, was fein umschrieben wurde als Outsourcing. Jetzt kommen einige von ihnen wieder zurück, und das nennt sich “In-Sourcing”.

In den USA zu investieren, bietet sich für das indische IT-Konglomerat Wipro an. Die Löhne für Entwickler in Bengaluru sind erheblich gestiegen, und indische Firmen profitieren nicht mehr von der billigen Rupie. Es wird erwartet, dass weitere indische Firmen dem Schritt von Wipro folgen. Der Einfachkeit halber gedenken sie amerikanische Firmen und ihre Belegschaften zu übernehmen.

Während sich die betreffenden Regionen freuen und sogar offensiv um indische Firmenansiedlungen werben, kommt nicht landesweit Freude auf. Das Economic Policy Institute meint vielmehr, Wipros Vorstoß in die Vereinigten Staaten könne der US-Wirtschaft am Ende eher schaden. Die Wirtschaftsforscher wollen herausgefunden haben, dass zwischen 2000 und 2005 insgesamt 600000 US-Jobs verloren gingen in Firmen, die sich in ausländischem Besitz befanden. Robert Scott vom erwähnten wirtschaftspolitischen Institut:

“Zweifellos werden einige Arbeitsplätze geschaffen werden. Aber wen werden sie aus dem Geschäft drängen mit den Produkten, die sie an die US-Wirtschaft verkaufen? Zum ersten Mal erleben wir, wie In-Sourcing einheimische Jobs vernichtet.”

(bk)

Inquirer UK

Atlanta Journal-Constitution