Leipzig: INQ-Reporter wurde ausgeraubt

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Er war unterwegs mit den großen Namen der Overclocking-Szene. Abhanden kamen ein 5,4-GHz-Conroe, sein Reisepass und eine verdammte Menge mehr. Unser Theo Valich fühlt sich jetzt staatenlos und kann nicht weiter von der Games Convention berichten. Und hier sein Bericht in eigener Sache:

Es geschah gestern Abend auf dem Parkplatz von Bowle (was immer) American Restaurant & Bowling Alley, etwa 300 Meter von der Leipziger Messe entfernt.

Nach dem Abendessen ging ich mit Zikria, CEO von Mushkin, zu einem brandneuen VW Passat. Und sah, dass das Rückfenster eingeschlagen und der ganze Inhalt des Gepäckraums verschwunden war.

Zwei der weltweit bekanntesten Overclocker, Shamino aus Singapur und Kinc aus Schweden, waren ebenso verblüfft, als uns das Ausmaß dieser Katastrophe klar wurde.

Mehrere Notebooks waren gestohlen wurden – mir kam mein mit SSD bestücktes Notebook abhanden, Digitalkameras, PSPs und besonders herzzerbrechend für Overclocking-Enthusiasten – über ein Dutzend Intel-Prozessoren und Grafikkarten, die eingesetzt wurden, um Weltrekorde zu brechen, einschließlich einem mit 5,4 GHz getakteten Conroe, Speicher und mehr.

Aber noch wichtiger als die Komponenten selbst, die mehr als der Wagen selbst wert waren – die Reisepässe des ehrbaren Mister Kinc und meiner selbst waren in unbekannte Gefilde verschwunden. Damit ist der ergebene Schreiber dieser Zeilen gestrandet in Deutschland und kommt jetzt vermutlich nicht weiter zum türkischen Grand Prix.

Meine Berichterstattung über die Games Convention kann ich erstmal einstellen, da alle Aufnahmen und Artikelentwürfe sich auf der verschlüsselten Festplatte befanden. Das Konsulat ist in Berlin, knapp zweihundert Kilometer entfernt. Weg sind auch die Kamera mit zwei teuren Linsen, alle Datenkarten, eine Menge USB-Sticks und unschätzbare Wasserkühler-Prototypen von Xirex.

Eines weiß ich ganz sicher – mein Reisepass wird sich nie wieder aus meiner unmittelbaren Nähe entfernen. Und ich werde keinen VW kaufen.

Wenn es Brancheninsider geben sollte, die Kinc, Shamino und mir helfen können, was die Aufklärung dieser Geschichte angeht, dann sollten sie unsere E-Mails kennen. Ich bin zu erreichen über theo.valich@theinquirer.net.

Wir wären dankbar für jede Hilfe. Das hier wurde verschickt mit einem Blackberry über Vodafone.

(von Theo Valich in Leipzig/bk)

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