Gericht zwingt Linux-Benutzer zum Umstieg auf Windows

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Das ist nun wirklich eine menschenunwürdige Strafe. Da ist Amnesty International gefragt.

Ein US-Gericht hat einen Piraten und Linux-Geek verurteilt, seine freie Software aufzugeben und statt dessen Microsoft Windows zu installieren.

Scott McCausland, der Ex-Administrator des Elite Torrents Bit Torrent Trackers, musste sich zweier Anklagepunkte schuldig bekennen – “Verschwörung, um Urheberrechtsverstöße zu begehen” und “kriminelle Urheberrechtsverstöße”. Er wurde zu fünf Monaten Gefängnis plus fünf Monate Hausarrest verurteilt. Sein schweres Verbrechen hatte darin bestanden, eine Kopie von “Star Wars: Episode III” Stunden vor der Kino-Uraufführung im Internet zugänglich zu machen.

Die bitterste Pille für den überzeugten Ubuntu-Nutzer ist jedoch, dass er ins Lager von Microsoft gezwungen wird. Das Gericht verfügte die Überwachung seiner Internetverbindung durch die amerikanische Regierung, um ganz auf Nummer sicher zu gehen, dass er sich nicht wieder der Piraterie verschreibt. So etwas ist möglich durch noch so ein mit Lobby-Nachhilfe durchgepeitschtes Copyright-Gesetz, den Family Entertainment and Copyright Act.

Die US-Behörden verfügen nun allerdings ausschließlich über Windows-basierte Überwachungssoftware. Und deshalb geht jetzt nichts mehr ohne Windows für den Piraten, der sich skOt nannte. Oder er darf sich überhaupt nicht mehr vor einen Computer setzen, verfügte sein Bewährungshelfer.

(von Nick Farrell/bk)

Inquirer UK

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