PC-Magazine-Chefredakteur: Vista bringt es einfach nicht!

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Er hat lange und lautstark für Windows Vista getrommelt. Jetzt verlässt er die Zeitschrift – und erwägt den Umstieg auf Linux.

Es klingt nach verdammt enttäuschter Liebe, was Jim Louderback in seiner Abschiedskolumne von sich gibt:

„Ich war ein großer Befürworter des neuen Betriebssystems während der letzten Monate. Ich ging sogar so weit, es auf den meisten meiner PCs zu installieren. Ich verbrachte viele Stunden damit, es zu tweaken und zu optimieren. Warum bin ich dann neun Monate nach der Markteinführung so frustriert? Es ist die endlose Liste dessen, was nicht funktioniert und mich noch immer enttäuscht.“

Er stellt insbesondere Probleme mit Sleepmode und Netzwerk heraus. Vista habe hier die schnellen Reaktionen von XP mit der Beweglichkeit von Molassen ersetzt. Das alles hat ihn so sehr genervt, dass er sich bereits in Richtung Linux bewegt:

„Ich könnte endlos weiter erzählen von fehlenden Treibern, den bizarren Aufwach-Ritualen, den seltsamen und nicht reproduzierbaren Marotten des Systems und so weiter. Aber ich möchte niemanden mit Einzelheiten langweilen. Das Ergebnis nach neun Monaten lautet, Vista bringt es einfach nicht. Ich gab Microsoft definitiv zu viel Vorschusslorbeeren für dieses Betriebssystem. Denn ich erwartete, die Firma würde die nervigen Probleme schneller beheben. Junge, bin ich reingelegt worden! Wenn Microsoft Vista nicht zum Laufen bekommt, dann könnte ich das Undenkbare tun: zu Linux wechseln.“

(bk)

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