Hurray! Wir verlieren Tonnen von Geld!

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Nein, dies ist kein sarkastischer Bericht über die aktuelle Finanzkrise der Welt. Es ist das Beispiel einer unglücklichen Namenswahl mit nur wenig Zukunftsaussicht.

Wenn Yahoo! als Firmennamen und Marke so wunderbar funktioniert, dann lassen wir uns auch so was kreatives einfallen, dachten sich ein paar chinesische Start-Up-per und nannten ihr Ding “Hurray!”. Tolle Idee. Nur blöd, wenn man dann schlechte Nachrichten zu verkünden hat wie zum Beispiel “Hurray! Wir müssen Leute entlassen” oder “Hurray! Das Ende des Wachstums ist in Sicht”. Soweit haben die Hurray-Optimisten nicht gedacht, weshalb ihnen jetzt die chinesische Wirtschaftspresse mit Freuden solche Headlines um die Ohren haut. Denn tatsächlich geht es dem Internet-Start-Up nicht gerade gut, es verlor laut China Tech News dramatisch an Wert. Im zweiten Quartal schmolz der Umsatz um 79,8 Prozent auf lächerliche 150.000 Euro. Hurray! Es geht abwärts, wir verlieren Geld!
Ein Berufsoptimist wie Hurray-CEO QD Wang findet natürlich auch in dieser Situation noch positive Aspekte: “Angesichts des volatilen Marktes und der sich ständige ändernden Vorschriften konnten wir das vorige Quartal noch überstehen. Jetzt werden wir uns auf die Stabilisierung unseres Geschäfts und auf die Strategie, proprietären Content zu entwickeln, konzentrieren. Auch müssen wir unsere Distribution diversifizieren und Hurray! entsprechend transformieren!” Tja, der Gute hat wohl zu viel am Wall Street Journal geschnüffelt. Er kann von Glück sagen, dass ihm Yahoo! nicht das Ausrufezeichen wegklagt. Wobei es ohnehin nicht danach aussieht, dass wir noch viel von Hurray! zu hören bekommen. [Andrew Thomas/rm]

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