Dell bei Bilanz-Verschönerung erwischt

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Nach einer hochnotpeinlichen Buchprüfung müssen die Texaner nun kleinlaut nachträglich die Ergebnisse von gleich vier Geschäftsjahren korrigieren. Ein IT-Enron?

Wie der Wirtschaftsdienst Reuters meldet, stimmten beim Computerhersteller Dell die Geschäftsergebnisse der vergangenen vier Jahre nicht. Bei der staatlichen Kontrolle kam offenbar ans Tageslicht, dass die Top-Manager anscheinend ihre Ergebnisziele für die jeweiligen Quartale mit bilanzielen Tricks erreichten. Die Vorgänge gab Dell offiziell zu. Demnach waren die Umsätze für die fraglichen Jahre wohl um etwa 1 Prozent zu hoch ausgewiesen und ungefähr 150 Millionen Dollar (113 Mio. Euro) Gewinn gar nicht vorhanden, der in den Büchern steht. Auswirkungen auf das laufende Geschäft habe die Revisionen nicht, beeilt sich Dell zu versichern. An der Börse nahm man diesen Ausrutscher gelassen. Man habe angesichts der kreativen Buchführung mit deutlich höheren Korrekturen gerechnet. Im Vergleich zu Enron seien die Texaner wahre Waisenknaben. Na, dann ist ja gut. [rm]

Reuters