Novell: Wir sind nicht SCO und werden niemanden wegen Unix verklagen

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Ein Gerichtsurteil sprach Novell die Rechte an Unix zu. Novell versichert, daraus kein Kapital schlagen zu wollen.

„Wir sind nicht daran interessiert, jemanden wegen Unix zu verklagen“, erklärte Novell-Sprecher Bruce Lowry. „Wir sind nicht einmal mehr im Unix-Geschäft.“

Damit habe sich „eine Wolke verzogen, die über Linux hing“. Novell gehe im übrigen nicht davon aus, dass Unix in Linux stecke. Diese Haltung habe man von Anfang an vertreten und bleibe auch dabei.

Rechtlich könnte niemand und nichts Novell davon abhalten, Unix-Anbieter zu verklagen. Selbst das Abkommen zwischen Novell und Microsoft schließt nicht aus, dass eine Firma die andere verklagen kann.

Nicht von der Angel aber ist SCO. Was immer SCO von Sun und Microsoft für Unix-Lizenzen kassiert hat, wird die Firma an Novell abführen müssen. Wenn sie es denn kann und noch existiert.

„Es ist vorbei“, zog auch Paula Jones den Schlussstrich. Die Gründerin von Groklaw hatte in ihrer Website jahrelang detailliert über alles rund um die SCO-Klagen informiert. Sie befürchtet allerdings bereits eine Fortsetzung:

„Microsoft ist die nächste SCO. Sie haben sich mit ihrem patentrechtlichen Säbelrasseln als solche positioniert.“

(bk)

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