Datenqualität in Unternehmen mangelhaft

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Bei der Hälfte aller deutschen Firmen sei mehr als 20 Prozent der Kundeninformation fehlerhaft, behauptet eine Studie.

Aufgrund von Nachlässigkeiten und fehlender automatischer Datenpflege seien die meisten Kundendatenbanken in Deutschland voller Dubletten und Falschangaben, fand die Omikron Data Quality heraus. In ihrer Studie befragten die Datenqualitäts-Spezialisten aus Pforzheim über 400 Firmen mit jeweils mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz.

Jedes zweite Unternehmen gab eine Fehlerquote von mindestens 20 Prozent zu. In jedem sechsten Unternehmen liegt die Quote sogar bei mehr als 30 Prozent. Dagegen gaben nur 7 Prozent der befragten Firmen zu Protokoll, dass ihre Kundeninformationen nahezu vollständig und fehlerfrei seien.

“Viele Firmen nehmen schlechte Datenqualität billigend in Kauf, ohne an die Konsequenzen zu denken”, wundert sich Omikron-Geschäftsführer Carsten Kraus. Dubletten etwa verschwenden bei jedem Mailing Geld und hinterlassen einen Image-Schaden beim Empfänger. Ähnliches gilt für Tippfehler im Namen oder grundverkehrte Anreden.

Als Hauptursache für die Mängel in den Kundendaten gestehen über zwei Drittel der Firmen ein, es fehle ihnen an einer ausreichenden Sensibilität für die Qualität. Außerdem sei im Unternehmen niemand zentral für Datenpflege verantwortlich. Bei 61 Prozent fehlt jegliche automatische Datenpflege mit Dublettenprüfung. (rm)

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