Steht Lite-On vor Handy-Comeback?

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Der taiwanische OEM-Hersteller schockierte vor zwei Jahren die IT-Industrie mit seinem Rückzug aus der Handset-Herstellung. Steht nun eine Kehrtwende an?

Als Indiz für diese von Digitimes geäußerte Vermutung dient eine offizielle Ankündigung von Lite-On: Man übernehme soeben für die Kleinigkeit von 277 Millionen Euro die finnische Firma Perlos. Nicht nur geografisch interessant, sondern vom Business her: Perlos stellt Gehäuse für Handsets (Handy, Smartphone, PDA) her. Hauptabnehmer? Klar, Nokia.
Lite-On selbst produziert auch noch einiges an Handy-Ingredenzien: Winzige Kamera-Module, LEDs, Blitze/Fotoleuchten, Tastenfelder, GPS-Module und diverse Sensoren. Ein Blick in die Bilanzen bestätigt, dass dieser Bereich Lite-On mehr Profit einbringt als die frühere Fertigung von kompletten OEM-Handys.
Ist der Kauf in Finnland nun eine Kehrtwende?
Perlos schreibt momentan Verluste (53,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2007) und büßte im Jahresvergleich 33 Prozent seiner Umsätze ein.
Lite-On traut sich zu, das Ruder herumzureißen – und Perlos Stärken in Märkten wie Mexiko, Brasilien, Ungarn, China und Indien für sich auszunutzen.
Und auf dieser Basis womöglich doch wieder zum Fullsize-Anbieter zu werden, denn die Konkurrenz aus Foxconn International Holdings (FIH), Flextronics International und Jabil Circuit ist erstarkt. Und jene Hersteller bieten sowohl Module als auch Zubehör und komplette Modelle an. [rm]

Digitimes