Fujitsu Siemens: Sterben in Raten

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Vorige Woche wurde viel über die schlechten Zahlen von Fujitsu Siemens berichtet. Vor allem das PC-Geschäft läuft schleppend. Dabei ging fast die Todesnachricht vom PDA-Geschäft unter.

Aber die Taiwanesen, die haben es gemerkt. Ihnen liegt nun nicht gerade ein deutsch-japanisches Joint-Ventures am Herzen, sondern sie machen sich Sorgen über den taiwanischen Zulieferer Compal Communications, der die Pocket Loox PDAs für Fujitsu Siemens baute. Durch die Entscheidung, zum Jahresende den Handhelds den Rücken zu kehren und das Business sterben zu lassen, wird Compal belasten. Aber nicht zu sehr, da das Volumen nicht groß war. Kein Wunder, laut IDC sackte der gesamte PDA-Markt weltweit auf 719.000 Geräte ab (Q2, 2007), also satte 43,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Fujitsu Siemens lag auf Platz fünf der weltweiten PDA-Anbieter. Das klingt gar nicht schlecht, bedeutete aber nur 3 Prozent Marktanteil. Zum Vergleich: Palm 44,1 %, HP 23,5 %, Mitac International 13,6 % und Dell 3,3 %.
Schuld an dem PDA-Niedergang sind natürlich die Smartphones sowie Mail- und GPS-bestückte Handhelds. Und warum orientiert sich Fujitsu Siemens dann nicht einfach um? Dazu Unternehmenssprecherin Amy Flécher trocken: “Der Trend hin zu Smartphones und Dedicated Devices entspricht nicht unserem Geschäftsfeld.” So wie LCD-TV nicht mehr zum Geschäft inq_fujitsu.gifpasste und gekickt wurde. Auf was setzt FSC nun? Auf Media-PCs fürs Wohnzimmer. In irgendeiner Powerpoint-Präsentation mag das womöglich sinnvoll klingen… [rm]

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