Utah-Urteil: Finaler Fangschuss für SCO

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Endlich wird die Seifenoper rund um die SCO-Bemühungen, Unix als geistiges Eigentum zu reklamieren, zerplatzen: Das zuständige Gericht in Utah sprach Novell alle Rechte an Unix und UnixWare zu. Punkt.

Alle Ansprüche von SCO dürften damit nichtig sein. Aus die Maus. Nach den vielen Niederlagen gegen IBM (2004/2005) hatte sich SCO in Novell verbissen.
Nun endlich scheint die Sache vom Tisch, Richter Dale Kimball vom Bezirksgericht in Utah gab Novell Recht: “Das Gericht entscheidet, dass Novell der Eigentümer des Copyrights an UNIX und UnixWare ist.” Sollte das Urteil rechtskräftig werden, muss SCO nach Novells Auffassung alle für Unixware erhaltenen Lizenzgebühren an Novell abführen. Dazu zählen die Zahlungen von Microsoft (16,6 Millionen Dollar) und Sun (9,3 Mio. Dollar) sowie einige kleinere. SCO habe mindestens seit 2003 keine Zahlungen mehr an Novell geleistet hat. Damit könnte SCO demnächst eine Forderung von umgerechnet locker 18,8 Millionen Euro ins Haus stehen. Das wäre mehr als der aktuelle Firmenwert laut Bilanz. Der Bankrott von SCO war Novells erklärtes Ziel.

Immerhin führte der nervige SCO-Klagemarathon dazu, dass die Herkunft des Codes im Linux-Kernel dokumentiert wurde. Viele Linux-Distributoren bieten ihren Kunden heute Schutz vor Klagen Dritter und stellen sie somit von jeglicher Haftung frei. Rechtlichen Bedrohungen von freier Software wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet. [rm]
Pro Linux

Gerichtsurteil (PDF)