US-Überwachung führt zu Zensur

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Der Telekomgigant AT&T zensierte die Internetübertragung regimekritischer Songzeilen bei einer Liveübertragung.

Wer ist jetzt überrascht? Der als zensur- und spionagefreundlich kritisierte AT&T-Konzern hat bei der Web-Übertragung des Lollapalooza Festivals am Sonntag während des Auftritts der Rockgruppe Pearl Jam regimekritische Textzeilen ausgeblendet. Bei einer Coverversion von Pink Floyds “Another Brick in the Wall” hatte die Band veränderte Sätze wie “George Bush, leave this world alone” oder “George Bush find yourself another home” eingefügt; Online-Zuschauer konnten diese Worte bereits nicht mehr hören, der Ton fehlt an dieser Stelle vollständig. Nach allgemeiner öffentlichter Entrüstung entschuldigte sich jetzt der AT&T Sprecher Michael Coe, nannte den Vorfall einen Fehler seines Unternehmens und versprach, solches Missverhalten solle in Zukunft unterbleiben. Nein, wirklich? [fe]

AP

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