F-Secure bezweifelt “Storm-Worm”-Hysterie

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Das Botnet des Schädlings würde in Kürze mit Denial-of-Service-Attacken losschlagen, warnten Security-Anbieter und -Services. “Alles halb so schlimm”, erklärt Mikko Hyppönen von F-Secure.

In den vergangenen Tagen kochte eine Welle von Warnungen bei den Security-Anbietern hoch, weil das Botnetz des “Storm-Worm”-Trojaners bereits Millionen Rechner infiziert habe. Die Horror-Szenarien seien unwahrscheinlich, erklärte F-Secure-Chefanalyst Mikko Hyppönen gegenüber den Journalisten von pressetext.at.

Zwar schätzen diverse selbsternannte Experten auf verschiedenen Sicherheitskonferenzen immer gleich das Allerschlimmste. So schrieb etwa die amerikanische Information Week, 1,7 Millionen Rechner seien infiziert, Joe Stewart von SecureWorks vermutet noch eine Million von Storm Worm angelegte “Roboter”.

Doch die rekordverdächtige Zahl an versendeten Mails könne nicht direkt mit der Anzahl der Infektionen in Verbindung gebracht werden, stellt Hyppönen klar. Laut eigenen Statistiken finde sich “Storm Worm” nicht einmal unter den Top 10 der auf Geräten gefundenen Malware wieder. Die Zahl der Infektionen liege eher bei Zehntausenden als bei Hunderttausenden oder Millionen. Eine riesige DoS-Attacke, die das Internet oder wichtige Services lahmlegen könnte, sei daher eher nicht zu erwarten. (mk)

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