Elektrosmog: Schweizer stoppen Wimax-Test

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Die kleine Schweizer Gemeinde Boltigen im Simmental macht gegen einen WiMAX-Feldversuch der Swisscom mobil – bislang mit Erfolg.

Die “Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener”, kurz Gigaherz, führt den Kampf gegen Wireless-Netze im Allgemeinen und den aktuellen WiMAX-Projekten im Besonderen. Vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern konnten sie nun eine Verfügung erwirken, die das Projekt fürs erste stoppt. Der Verein kritisiert, dass die Sendeleistung der Versuchsanlage zu tief angegeben worden seien, um ein öffentliches Baubewilligungsverfahren zu umgehen.
“Ein generelles Wimax-Verbot ist unser höchstes, vermutlich aber zu hoch gegriffenes Ziel. Wir sehen nicht ein, warum auch der letzte Winkel der Schweizer Alpen verstrahlt werden soll”, postuliert Gigaherz-Präsident Hans Jakob die Ziele der Bewegung. Unter Wissenschaftlern sind die körperlichen wie psychischen Auswirkungen von Elektrosmog weiterhin umstritten.
Bei der Swisscom prüft man indes die juristischen Möglichkeiten, um innerhalb der 30-tägigen Einspruchsfrist gegen den Berner Bescheid vorzugehen. “Die Anlage besitzt eine Sendeleistung von weniger als sechs Watt. Das ist deutlich geringer als vergleichbare Handymasten und benötigt deswegen auch keine Baubewilligung”, behauptet Swisscom-Sprecher Carsten Roetz. [rm]

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