Stromsparende Displaytechnik

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Mit Wasser und Öl wollen Forscher von Philips etwas gegen die Akkuschwäche mobiler Geräte unternehmen. Es gehe gezielt dem Haupt-Stromfresser Display an den Verbrauch.

Bei der Suche nach energiesparenden Konzepten bauen die Wissenschaftler auf das sogenannte “Electrowetting”. Dabei handelt es sich um Wasser-Öl-Gemische, die mittels elektrischer Stimulation für den Aufbau von Bildern verwendet werden. Die einzelnen Pixelkammern werden mit den Flüssigkeiten gefüllt. Das auf dem Wasser schwimmende Öl verdeckt den darunter liegenden Untergrund. Wird die Pixelzelle unter Spannung gesetzt, weicht das Öl zurück und die Oberfläche ändert entsprechend ihre Farbe. Ergebnis seien eine bessere Strahlkraft des Displays bei minimalem Energieverbrauch. “Bei einem Mobiltelefon werden rund 30 Prozent der Gesamtenergie für das Display aufgewendet. Mit unserer Technologie lässt sich das auf wenige Prozent verringern und so die Akkulaufzeit dramatisch erhöhen”, verspricht Johan Feenstra, der Verantwortliche bei Liquavista, einem Start-Up der Philips Research.

Wie jetzt bekannt wurde, macht sich Philips irgendwie selbst Konkurrenz, denn das Joint Ventures inq_displaytechnik.jpg hat in den USA ein Patent beantragt, das bei der Bilderzeugung auf die beschriebene Technologie zurückgreift. Wie Liquavista auf Nachfrage versichert, sei man am LG-Philips-Projekt in keinster Weise beteiligt. Die eigene Technologie sehe man durch eine Reihe von bereits erworbenen Patenten abgesichert.
Außerdem gebe es schon Display-Prototypen für Digitaluhren, MP3-Player, Handys (Bild) oder PDAs. Die Technologie könne in jeder bestehenden LCD-Produktionsstätte problemlos eingesetzt werden, was günstige Preise verspricht. Der Massenmarkt werde aber erst 2009 von der neuen Technologie profitieren. [rm]

pte