Studie: Kinder spielen und surfen am liebsten

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Die 5,8 Millionen deutschen Kids haben fast 4 Milliarden Euro auf der hohen Kante und pro Jahr 2,5 Milliarden an “Einnahmen”. Eine Studie fand heraus, wofür das Geld ausgegeben wird.

Der Medienkonsum von Kindern nimmt drastisch zu. “Mehr Zeitschriften, mehr Internet, mehr Handys, mehr Games”, fasst es Ingo Höhn vom Egmont Ehapa Verlag zusammen. Jener präsentierte gestern die “Kids-Verbraucher-Analyse 2007“. Die Studie analysiert seit 1993 das Verbraucher- und Medienverhalten der jungen Zielgruppe.

Inzwischen nutzen rund 3,7 Millionen Kinder zu Hause einen Computer (plus 300 000). Mehr als 80 Prozent der Zehn- bis 13-Jährigen sitzen regelmäßig vor dem Rechner, bei den Sechs- bis Neunjährigen sind es auch schon 46 Prozent.

Spielen am Computer bleibt mit 93 Prozent die Hauptbeschäftigung der jungen User, 64 Prozent nutzen den Online-Zugang. Textverarbeitung (56 Prozent), Lexika- und Sprach-Software (52 Prozent) sowie Lernprogramme (50 Prozent) erzielen beachtliche Werte.

Genutzt wird das Internet als Informationsquelle für Schule (77 Prozent) und Freizeit (58 Prozent). Gerne tauschen sich die Kids auch per Mail aus (57 Prozent) oder treffen sich verstärkt im Chatroom (50 Prozent). Beliebt bleiben zudem Online-Games (55 Prozent).

2,1 Millionen Kinder oder 37 Prozent nennen inzwischen ein Handy ihr Eigen. Dabei sind mit 62 Prozent überwiegend die bis 13-Jährigen Besitzer eines Mobilfunktelefons. Dagegen können sich die Sechs- bis Neunjährigen trotz massiver Wünsche bei ihren Eltern kaum durchsetzen (11 Prozent).

Am liebsten werden Prepaid-Karten (82 Prozent) zur Kostenkontrolle benutzt. Die Kernfunktionen Spielen (57 Prozent), Telefonieren (39 Prozent) und SMS (46 Prozent) stehen im Vordergrund. Klingeltöne (36 Prozent) und Logos oder Screenbilder (24 Prozent) haben etwas an Reiz verloren.

Monatlich geben die Kinder im Schnitt 26 Euro fürs Handy aus (jährlich 312 Euro), zahlen aber meist nicht selbst (nur 20 Prozent), sondern sind an den Kosten beteiligt (47 Prozent). (rm)

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