IBM soll den schnellsten Supercomputer der Welt bauen

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Das erklärte Ziel: eine Rechenleistung von einem Petaflop. Auftraggeber: die amerikanische National Science Foundation.

Der beabsichtigte Auftrag wurde letzte Woche versehentlich auf einer Website der US-Regierung enthüllt. Der voraussichtlich schnellste Supercomputer soll im National Center for Supercomputing Applications der University of Illinois entstehen.

Angesagt ist ein Petaflop, das sind tausend Billionen Fließkommaberechnungen in der Sekunde. Kosten wird das Rechenmonster 200 Millionen $. Dazu kommen die Unterhaltskosten, die für den fünfjährigen Lebenszyklus der Maschine mit 400 Millionen $ veranschlagt werden.

IBM stand im Wettbewerb mit anderen Computerherstellern, und die noch nicht endgültige Entscheidung für die große blaue Firma ist offenbar umstritten. Andere Supercomputer-Forschungszentren sind ebenfalls wenig begeistert von den bekannt gewordenen Plänen.

Die Rede ist von politischem Einfluss, und es wird um die Balance zwischen den militärischen und den wissenschaftlichen Forschungsbereichen gerungen.
Ein Schwerpunkt der Superrechner waren in den vergangenen beiden Jahrzehnten die Entwicklung von Nuklearwaffen und andere geheime Projekte. Der neue Hochleistungsrechner soll von der dem Pentagon unterstellten Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) genutzt werden.

(bk)

Inquirer UK

New York Times