Infineon: Qimonda wird zur Not verschenkt

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Der Halbleiter-Produzent will die ungeliebte Speicherchip-Tochter unbedingt vom Hals haben.

Das Infineon-Management hat offenbar panische Angst vor der Konjunkturanfälligkeit des Speicherchip-Marktes. Oder gären da noch andere Probleme, die ihnen um die Ohren fliegen könnten? Jedenfalls soll in spätestens 18 Monaten die Aktienmehrheit von Qimonda in anderen Händen liegen. Finde sich kein Käufer, werden die Papier zur Not an die vorhandenen Aktionäre verschenkt, lässt allen Ernstes Infineon-Chef Wolfgang Ziebart laut nachdenken. Für so einen Schritt müsste aber erst mal die Satzung geändert werden, um Aktien auch als Sachdividende an Anteilseigner abgeben zu können. “Die bisherige Strategie, die Beteiligung durch Abverkäufe und andere Kapitalmarktmaßnahmen zu reduzieren, wird konsequent fortgesetzt”, beeilt sich Ziebart noch zu ergänzen. Naja, ob nach solchen Äußerungen mögliche Käufer den Braten nicht auch riechen? [rm]

Reuters

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