Weblogs und Foren zahlen sich aus
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Eine neue Studie legt nahe, dass es sich für Firmen lohnt, Zeit und Arbeit in die Pflege von Weblogs und Forendiskussionen zu investieren.

Weblogs und Foren zahlen sich aus

In einer Umfrage wollte ITtoolbox Research kürzlich von IT-Experten wissen, welches die vertrauenswürdigsten Informationsquellen seien, die sie konsultieren, bevor sie Entscheidungen über Anschaffung treffen. Es stellte sich heraus, dass Social-Media-Plattformen wie Weblogs, Wikis und Online-Foren ganz vorne landeten, die Hersteller-Websites dahinter und die bezahlten Studien von Analysten auf dem dritten Rang. Dazu kommt, dass die Social-Media-Inhalte mittlerweile bei Diskussionen über Produkte und Services die am zweithäufigsten aufgeführten Informationsquellen sind.

Was auch immer Sie von Web 2.0, Blogging, Facebook und den anderen Facetten des interaktive Webs halten, sie haben Auswirkungen auf die Geschäfte, und ich bezweifle, dass viele Firmen diese Veränderungen zu schätzen wissen.

Ich bin auf viele Unternehmen gestoßen, die bestrebt sind, ihren Webauftritt zu verbessern. Aber allzu oft sind sie zu sehr auf Google fokussiert und darauf, ihren Page Rank zu verbessern. In den meisten Fällen sollten sie Google besser vergessen und sich auf die Interaktion mit den Kunden konzentrieren. Das hat allerdings Vor- und Nachteile. Ein Forum zu betreiben oder den Usern Produktrezensionen und Kommentare zu erlauben, ist eine exzellente Möglichkeit, Kunden für sich einzunehmen und den Traffic auf der Website anzukurbeln. Doch es wird zum Fehlschlag, wenn sich niemand im Unternehmen aktiv darum kümmert, auf Kommentare und Fragen zu antworten.

Die Auswirkungen lassen sich auf der Website von Creative Labs betrachten, wo sich die User häufen, die im offiziellen Forum ihren Unmut über die schwache Leistung der Creative-Soundkarten unter Windows Vista äußern. Unglücklicherweise gibt es dort nur wenige tapfere Moderatoren, die wohl ziemlich weit von Technikern und Entwicklern weg sind, die die aufgeworfenen Fragen beantworten könnten. Das Forum wurde so mehr zur Last als zum Gewinn für Creative.

Um es anders zu sagen: Im Prinzip hängt der Erfolg einer Social-Media-Plattform von zwei Faktoren ab ? egal ob auf der Website des Anbieters gehostet oder anderswo. Erstens, die User zur Interaktion ermutigen statt Meinungsäußerungen zu unterdrücken. Zweitens, auch wenn es schwieriger ist, den Seiten auch die notwendige Zeit und Aufmerksamkeit widmen.

Wenn die Angestellten der Meinung sind, sie wären zu beschäftigt, um solche Aufgaben wahrzunehmen, sollten sie die ITtoolbox-Studie lesen und versuchen zu verstehen, was sie uns sagt. Suns Chef Jonathan Schwartz erklärte diesen Monat auf der Konferenz Fortune iMeme in San Francisco, er könne mit einem Weblog-Beitrag 60 000 Leser erreichen ? mehr als ihm bei jeder Rede zuhören würden.

Da ist es nur ein schöner Nebeneffekt, dass die eigene Website durch die frischen Inhalte fast immer ein besseres Google-Ranking bekommt.