Microsoft kuschelt mit Open Source

Allgemein

Vor ein paar Jahren noch sahen Ballmer & Co darin ein Krebsgeschwür. Jetzt wollen sie auch ein bisschen an der Krankheit leiden.

Es gibt drei Indizien dafür, dass sich das Borgschiff vorsichtig in die unsicheren Regionen quelloffener Software wagt.

Erstens: Die Firma hat eine Webseite veröffentlicht, die dem Modell quelloffener Software gewidmet ist. Da ist die Rede von „Brücken bauen“, einer „Welt der freien Wahl“ und “verschiedene Entwicklungsmethoden zu umarmen“.

Zweitens: Bill Hilf, bei Microsoft für Plattformstrategien zuständig, kündigte bei der jährlichen O’Reilly Open Source Conference in Portland gestern an, die eigenen Shared-Source-Lizenzen der OSI (Open Source Initiative) zwecks offizieller Anerkennung vorzulegen. Zur bisherigen Haltung seiner eigenen Truppe gab Hilf dabei zu Protokoll:

„Wir waren manchmal schizophren. Die eine Seite der Firma sagte dieses und die andere sagte jenes. Daher fragen sich die Leute, ob wir alle auf der gleichen Seite stehen. Das tun wir.“

Drittens: Microsoft arbeitet mit dem Open-Source-Integrator SpikeSource an Windows-basieren Stacks.

Neue Assimilationstaktik, oder sind sie unterwegs zu Welten, zu denen sich nie zuvor ein Borg wagte?

(Martin Veitch/bk)

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