Downloads zählen bei Musik-Hitlisten

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Media Control verkündet es als kleine Revolution. Und hat gleichzeitig die Spielregeln geändert – zu Ungunsten kleiner Bands und unabhängiger Labels.

Dass Musik-Downloads nun auch in Deutschland endlich in die verkaufsfördernden Chartsergebnisse einfließen, erklärte die Chefin von Media Control zum „größten Umbruch in der 30-jährigen Geschichte der Chartermittlung durch Media Control“.

Da gibt es aber noch den eher noch größeren Umbruch, den sie nicht so bezeichnen wollte. In Zukunft zählen nicht wie in den vergangenen Jahrzehnten die umgesetzten Stückzahlen, sondern nur der pure Umsatz. Feiner Trick, denn Downloads sind weniger teuer und zählen daher weniger. Und kostenlos angebotene Musik per Download, die zählt überhaupt nicht.

Eine teure CD zählt mehr als eine preisgünstige. Und die zählt noch mehr als der günstigere Download. Die Plattenbranche traut eben nur den Charts nach eigenen Spielregeln.

Und Media Control verkündet freudig das willkommene Ergebnis: „Zum Start gelingt keinem Download-Only der Einzug in die Charts.“

(bk)

laut.de