Gründer von AllofMP3 soll ins Gefängnis

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Die russische Staatsanwaltschaft gibt sich nicht mit der Abschaltung der Website zufrieden; der Gründer soll hinter schwedische Gardinen, fordern die Anwälte.

Denis Kwassow, der ehemalige Eigentümer des Musik-Dienstes AllofMP3 soll für drei Jahre ins Gefängnis. Die inzwischen nicht mehr erreichbare Seite war vor allem bei westlichen Besuchern beliebt, da dort ganze Alben teilweise schon für zwei Euro zu haben waren. Nun soll Kwassow dafür mit seiner Freiheit zahlen, fordert die Staatsanwaltschaft auf Druck der amerikanischen Regierung, so ein Bericht der russischen CNews.

Zudem soll Kwassow nicht nur die Gefängnisstrafe absitzen, sondern auch eine Geldstrafe in Höhe von 15 Millionen Rubel (etwa 420 000 Euro) entrichten. Damit dürfte die Musikindustrie aufatmen: AllofMP3 ist vom Netz und am Gründer soll ein Exempel statuiert werden. Dass es bereits einen Nachfolger für die berüchtigte Plattform gibt, scheint derzeit niemanden zu kümmern. (mr)

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