Games-Magazine gehen baden

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Nicht etwa wegen guter Laune und Sommer. Sondern weil ihnen die Leser davonschwimmen.

Sinkende Auflagen sind ein allgemeines und anhaltendes Problem der Computerzeitschriften, deren lebenswichtige Informationen noch immer in toten Bäumen gespeichert werden. Sagen die Zahlen der unabhängigen Prüfer von IVW. Am härtesten aber hat es im zweiten Quartal dieses Jahres die Spielemagazine erwischt.

Am stärksten brach der auflagenmäßige Marktführer Computer Bild Spiele ein. Die verkauften Exemplare gingen um 26,5 Prozent zurück von 433980 auf 319004. Der zweite Verlierer heißt Gamestar, auch bekannt als Spielemagazin XYZ, mit einem Auflagenverlust von 22,1 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahrs. Von noch relativ stolzen 270156 Druckwerken blieben nur noch 210577 übrig.

SFT (Spiele/Film/Technik) reduzierte sich um 18,4 Prozent auf 203062 Exemplare. PC Action schrumpfte im nur noch fünfstelligen Bereich von 78188 auf 64888 verkaufte Aktionswaren. Macht ein Minus von 17 Prozentpunkten.

Erinnert sich noch jemand an Bravo Screenfun? Doch, gibt es noch. Um 19,1 Prozent reduziert auf schlappe 55943.

Auch bei den klassischen Computerzeitschriften ging es allgemein weiter abwärts, meist hielten sich die Verluste jedoch unter 10 Prozent. Einzelne hielten sogar ihre Auflage.

PC Magazin konnte die Auflage sogar um 7,3 Prozent auf 203905 Exemplare steigern. Hier setzte sich die Einstellung der Printausgabe von PC Professionell in ein wenig Zubrot für PC Magazin um, da Weka die Abonenntendaten gekauft hatte, um die heimatlos gewordenen Leser von den Qualitäten der eigenen Publikation zu überzeugen. Das hat scheinbar bei einigen der rund 70.000 PCpro-Abonennten hingehauen (die knappe Hälfte der gesamten Auflage, mit der dieses Printmagazin mit Ausgabe 6/07 eingestellt wurde).

PC Professionell wiederum lässt die toten Bäume hinter sich zurück und wechselt in eine andere Dimension. Es startet als reine Online-Publikation wieder durch.

(bk)

Editorix