Ärger für Combots

Netzwerke

Die digitale Kommunikation wollte man revolutionieren, nun herrscht Ernüchterung: kaum Nutzer, kein Umsatz und rebellierende Aktionäre.

Das nach dem Verkauf des Portalgeschäftes an United Internet in Combots umfirmierte Web.de steht vor schweren Zeiten. Der Kommunikationsdienst hatte nicht den erhofften Erfolg, weshalb nun erste Korrekturen vorgenommen werden. Wie manager-magazin.de berichtet, wurde der Messenger für die Netzwerke von ICQ, Google Talk, AIM und Windows Live Messenger geöffnet. Weitere neue Features sollen folgen.

Ob das ausreicht, bleibt abzuwarten, denn Umsätze kann Combots bislang nicht vorweisen. “Die vormals lautstark angekündigte ‘Killerapplikation’ hat sich bisher als Schlafmittel entpuppt”, ärgert sich Christian Strenger, ehemaliger DWS-Geschäftsführer und Combots-Aktionär. Er forderte manager-magazin.de zufolge auf der Hauptversammlung “eine De-facto-Auflösung der Gesellschaft” und die Ausschüttung des Bilanzgewinns an die Aktionäre – scheiterte damit aber. Nun erwägt er allerdings rechtliche Schritte, weil das Management seine neuen Pläne nicht in einer Adhoc-Meldung kundgetan hatte. (dd)

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