McAfee fordert neue Gesetze gegen Cyber-Kriminelle

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Der neue Präsident und CEO der Unsicherheitsfirma ruft nach längeren Gefängnisstrafen. Denn die Cyber-Kriminalität führe bereits zu größeren Verlusten als der illegale Drogenhandel.

McAfees Dave DeWalt traf sich mit Senatoren, Kongressabgeordneten und Mitarbeitern der Bush-Regierung, um ihnen die erwünschte Linie der Gesetzgebung nahe zu bringen. Es ging ihm dabei vor allem darum, so erklärte er gegenüber Information Week, eine neue Gesetzgebung voranzutreiben, um „das Recht zu modernisieren“ und die Strafverfolgungsbehörden bei der Jagd auf Hacker und Online-Betrüger zu unterstützen. Die Probleme will er dabei offenbar überhaupt nicht in mangelnder IT-Sicherheit, sondern nur in den zu laschen Gesetzen sehen:

„Das Cyber-Verbrechen hat, was die Verluste pro Jahr angeht, die jährlichen Einnahmen des illegalen Drogenhandels überholt. Wir sehen jetzt über 105 Milliarden $ Verluste in Zusammenhang mit der Cyber-Kriminalität. Es ist erstaunlich, wie schnell das in den letzten Jahren zugenommen hat. Wenn einer heute hingeht und in einem Lebensmittelladen etwas für 11 $ stiehlt, kann er im Prinzip eine höhere Strafe bekommen, als wenn er online eine Menge Geld stiehlt. Es ist eine Situation, in der bei geringem Risiko eine hohe Belohnung winkt …

Es ist fast unmöglich, sie aufzuspüren, weil sie sich so schnell bewegen und ihre IP-Adressen so oft wechseln. Wir haben nicht die Gesetze, um sie zu verfolgen … Wenn man die Anzahl der Attacken bedenkt, dann werden eigentlich nur ganz wenige erwischt.“

(bk)

Information Week