Verhaltenskodex für Internet-Mobbing

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Die deutschen Lehrkräfte machen mobil gegen die Schüler. Nun wollen sie einen Verhaltenskodex einführen, der den Kids die Handy-Nutzung und jegliches Internet-Mobbing untersage.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) haben sich gestern in Berlin gemeinsam geoutet, Schülern künftig an den Kragen zu wollen. Marianne Demmer, stellvertretende GEW-Vorsitzende und Schulexpertin, möchte mit Schülern und Eltern einen Verhaltenskodex erarbeiten und fest vereinbaren. Dazu gehöre etwa, dass Handys und Kameras während des Unterrichts ausgeschaltet sind und ebenso wie das Internet nicht für Mobbing-Zwecke oder Gewaltdarstellungen genutzt werden dürfen. “Wer sich nicht an die Abmachungen hält, dessen Geräte können einkassiert und den Eltern übergeben werden”, droht die Schulexpertin.
GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne wies darauf hin, dass Mobbing von Lehrkräften kein deutsches, sondern ein internationales Phänomen sei. Es soll am Sonntag auf dem Weltkongress der Bildungsinternationale thematisiert werden.
Vor allem ginge es Lehrkräften zunehmend auf den Senkel, jene Erziehungsaufgaben übernehmen zu müssen, welche die Eltern versäumen. Zugleich werde den Schulen das Geld für Präventionsmaßnahmen seit Jahren gekürzt, Schulpsychologen und Sozialarbeiter weggehauen oder gleich ganz eingespart. Wer mobbt hier mehr – der Staat oder die Kids? (rm)

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