Nvidia: Gaming-Hardware ist „überteuert“

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Ein Nvidia-Mann spricht sich gegen das große Abzocken aus. Im offiziellen Entwickler-Blog der Firma.

Nvidias Blogger Roy Tailor wandte sich vehement gegen „überteuerte PC-Hardware, die sich besser eignet, um in Zeitschriftentests als Gewinner dazustehen, als den Endbenutzer mit dem zu versorgen, was er braucht“.

Roy wurde von Spiele-Publishern bedrängt, die DX10-Gerätschaften für zu exklusiv halten und davon ausgehen, dass nur wenige Spieler 3000 $ für ein High-End-8800-System auszugeben bereit sind. Das machte ihn betroffen, da Nvidia eine ganze Palette von DX10-Hardware im Programm hat für Systeme aller Preislagen. Taylor kam zur Auffassung, dass die in der Werbung und den Zeitschriften auf Kosten der vernünftigeren Hardware herausgestellten heißen Maschinen schuld sind an dieser Wahrnehmung.

roy.taylor.nvidia.jpg„Bei den großen PC-Herstellern gibt es eine Tendenz, das PC-Gaming als gewinnbringendes Mittel zu sehen, um überteuerte PC-Hardware zu verkaufen“, beschwerte er sich – natürlich ohne die Aquisitionen von Alienware und Voodoo durch Dell und HP zu erwähnen. „Man könnte argumentieren, dass diese überteuerten Super-High-End-Maschinen, die von einigen großen Namen im PC-Geschäft gepuscht werden, schädlich sind. Sie verführen Publisher zu der Annahme, dass gute PC-Games auf diese Ausrüstung beschränkt sein müssen. Nichts könnte weiter entfernt sein von der Wahrheit.“

Natürlich kann man bei der Firma, die eine 8800 Ultra für einen nicht geringen Preis im Angebot hat, nicht wirklich etwas gegen aufwendige und teure Hardware haben. In einem weiteren Beitrag schob er nach:

„Mein Argument gegenüber den Entwicklern und Publishern lautete: Diese PCs sind großartig und stellen den Höhepunkt des modernen PC-Gaming dar. Aber sie sind nicht repräsentativ für das PC-Gaming insgesamt. Und ihre vergleichsweise bescheidenen Verkaufserlöse sollten die Publisher nicht davon abhalten, PC-Games von hoher Qualität zu entwickeln.“

Nvidia möchte mit DX10-Hardware vor allem den wirklich breiten Markt bedienen und wünscht sich daher, dass mehr Spiele sich dafür eignen. An die Spielemagazine richtet Taylor den Wunsch, sie mögen doch bitte bei ihren Tests auch DX10-fähige PCs in der Gegend von 1000 $ berücksichtigen.

(von Wily Ferret/bk)

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