Harry Potter und die Piraten

Allgemein

Der amerikanische Harry-Potter-Verlag Scholastic ist erschreckt ob des per Filesharing bereits verfügbaren siebten Bandes “Harry Potter and the Deathly Hallows”. Und verfolgt die journalistischen Überbringer dieser Nachricht.

Scholastic hat die Anwälte von der Leine gelassen. Und wie die Anwälte so drauf sind, schicken sie die Klagedrohungen an die ganz falschen Adressen.

Unter Berufung auf dem Digital Millenium Copyright Act (DMCA) und mit der falschen Behauptung, bereits die Berichterstattung über Piraterie sei strafbar, versuchen sie Nachrichtenseiten einzuschüchtern und zum Stillschweigen über die vorzeitige Internet-Veröffentlichung zu verdonnern. TechCrunch ist nur eine der Sites, bei denen sie das versucht haben.

Die meisten Blogger und Journalisten haben es aber offenbar als das erkannt, was es ist: ein plumper Versuch, die Nachricht aus den Mainstream-Medien zu halten. Zumindest bis der Buchverkauf in den USA am Freitagabend beginnt.

Dazu dürfte die anwaltliche Frustration darüber kommen, dass die Torrents sich in der geschützten Sphäre der schwedischen Pirate Bay befinden. Und damit außerhalb der Reichweite der US-Justiz.

Schon gar nicht bedacht haben die klagewütigen Verleger: Diese unerbittlichen Harry-Potter-Fans, die per BitTorrent downloaden, werden am Freitagabend auch ganz vorne in der Schlange stehen, um die offizielle Ausgabe in die Hände zu bekommen.

(von Wily Ferret/bk)

Inquirer UK